Wolfsburg, 1. Juni 2012 – Der Kinderschutzbund (DKSB) Wolfsburg e.V. startet das Projekt „Kindernotinsel“. Dabei zeigen Geschäfte ein markantes Notinsel-Zeichen an ihrer Tür. Sie signalisieren damit hilfesuchenden Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher.“ In Wolfsburg und der Region unterstützt bereits eine Vielzahl von Geschäften das Projekt. Es gibt auch Zuspruch durch die Städte und Gemeinden. So haben bereits die Oberbürgermeister in Velpke, Helmstedt und Königslutter die Teilnahme am Projekt zugesagt. Schirmherrin für die Stadt Wolfsburg ist die Landtagsabgeordnete Angelika Jahns. Unter der Telefonnummer 05361 / 8916143 des Kinderschutzbundes erhalten interessierte Geschäfte weitere Informationen.

Angesprochen sind Ladengeschäfte wie zum Beispiel Bäcker, Metzger, Friseure, Apotheken, Cafés, Banken und sonstige Einzelhandelsgeschäfte. Auch öffentliche Einrichtungen können am Projekt teilnehmen. In Gefahrensituationen signalisieren sie Kindern Hilfsbereitschaft mit dem entsprechenden Zeichen.
So zum Beispiel, wenn ältere Mitschüler oder kriminelle Jugendliche Kinder auf dem Schulweg bedrohen. Dieses Angebot gilt aber auch bei kleineren Problemen, wie zum Beispiel bei einem verpassten Bus oder einem verlorenen Portemonnaie.

Für den Notfall gerüstet
Mitarbeiter erhalten in den Geschäften für den Ernstfall eine Handlungsanweisung. Neben Informationen, wie sie reagieren sollen, gibt es jeweils eine Notruf-Telefonnummer für die entsprechende Region. Eine der ersten Kindernotinseln ist das Geschäft „Haase Schreiben & Schenken“ in der Wolfsburger Innenstadt. „Gerne beteiligen wir uns an diesem Projekt“, so Geschäftsinhaberin Petra Haase. „Ich halte die Kindernotinsel für unterstützenswert, denn wir alle sollten genauer hinsehen, wenn Kinder in Not sind“, so Haase.

Schulen und Kindergärten als Multiplikatoren
Neben der Suche nach geeigneten Notinseln, ruft der DKSB auch Schulen und Kindergärten in der Region auf, sich am Projekt zu beteiligen. Der DKSB unterstützt mithilfe von speziellen Schulmaterialien. So sollen die Kinder spielerisch lernen, was das Notinselsymbol bedeutet. Zu den Materialien gehört unter anderem
eine Stadt-Rallye, bei der in Form eines Quiz Fragen rund um die Notinsel zu beantworten sind. Die Lösungen finden die Kinder unter anderem in den beteiligten Notinsel-Geschäften. Aber auch Eltern-Briefe in verschiedenen Sprachen sollen über das Projekt aufklären.

„Die Notinseln bieten nicht nur Zufluchtsorte für Kinder, sondern haben auch eine vorbeugende Funktion“, so Jürgen Ebbecke, erster Vorsitzender des Wolfsburger DKSB. „Wir wollen damit ebenso ein Zeichen für Zivilcourage und bürgerliches Engagement im Kinderschutz setzen“, führt Ebbecke aus.

Die Stiftung Hänsel+Gretel hat das Projekt 2002 ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern haben bundesweit schon über 180 Städte, Gemeinden und Landkreise die Aktion umgesetzt.

Kontakt über den DKSB Wolfsburg

Interessierte Geschäfte, öffentliche Einrichtungen, Schulen und Kindergärten haben die Möglichkeit, direkt mit dem DKSB in Kontakt zu treten – entweder per Telefon (05361 / 8916143 und 0177-2493640) oder per E-Mail (info@dksb-wolfsburg.de).   

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